"[III.64. - Koriander] - Coriandrum sativum (Umbelliferae) - Koriander
Das Korion oder Korianon [bei den Aegyptern Ochion, bei den Afrikanern Goïd] ist bekannt; es hat kühlende Kraft, daher heilt es im Kataplasma mit Brod oder Gerstenschrot roseartige Entzündungen und kriechende Geschwüre. Mit Honig und Rosinen hilft es bei Epinyktiden, Hodenentzündungen und Karbunkeln; mit Schrot von Hülsenfrüchten zertheilt es Drüsen und Geschwülste. Vom Samen eine Kleinigkeit mit süssem Wein getrunken treibt den Bandwurm aus und befördert die Samenbildung. Zu viel genommen greift es den Verstand gefährlich an; deshalb muss man sich vor einem Uebermaass und einem fortgesetzten Gebrauche hüten. Der Saft mit Bleiweiss oder Bleiglätte und Essig und Rosenöl als Salbe ist ein gutes Mittel gegen brennende Entzündungen auf der Haut."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)