Verwendet werden die zur Blütenkrone verwachsenen, getrockneten Blütenblätter mit den daran anhaftenden 5 Staubblättern (Königskerzenblüten - Verbasci flos) und die wolligen Blätter.

Traditionelle Anwendung:
In der Volksheilkunde wird die Blütendroge bei grippalen Infekten, als Diaphoretikum, bei Husten, Rheuma, Blasen- und Nierenerkrankungen sowie bei Gastrointestinalbeschwerden eingesetzt. Äußerlich kommt sie als Badedroge bei Hauterkrankungen sowie zur Anregung des Kreislaufs zum Einsatz. Häufig wird die Droge als Schmuckdroge in Teemischungen sowie zum Aromatisieren von Likören verwendet.
Teeauszüge der Blätter helfen bei Bronchitis, Tracheitis und Atemwegskatarrhen; äußerlich bei Frostbeulen, Prellungen und Hautentzündungen.

Homöopathie:
Verbascum thapsiforme HAB 1; Königskerze, die frischen, zur Blütezeit gesammelten, oberirdischen Pflanzenteile.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege sowie des peripheren Nervensystems.
2. Verbascum ad usum externum HAB 34, das frische, zu Beginn der Blüte gesammelte Kraut.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy): zur Linderung der Symptome einer banalen Erkältung wie Husten oder Hals­schmerzen, als leichtes Expektorans.
ESCOP
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.

Bereitung eines Teeaufgusses:
1,5 bis 2 g fein zerschnittene Königskerzenblüten (Wollblumen) mit ca. 150 mL kochen­dem Wasser übergießen und nach 10 bis 15 Min. abseihen. Um den Schleim der Droge besser zu nutzen ist es auch sinnvoll, den Aufguss mit kaltem Wasser anzusetzen, nach 2 Stunden abseihen und kurz zum Kochen bringen.
3 bis 4 mal täglich eine Tasse warmen Tee aus Königskerzenblüten (Woll­blumen) trinken.