Königskerze, Verbascum, mit etwa 250 Arten überwiegend im östlichen Mittelmeergebiet beheimatete Gattung der Braunwurzgewächse, in der Regel 2jährig, spärlich bis dicht filzig behaarte Kräuter mit großen, ungeteilten Blättern in grundständiger Blattrosette und einem hohen, oben bisweilen verzweigten, beblätterten Blütenstand; Blüten meist gelb, besitzen eine fast radiäre Krone mit 5spaltigem Saum; die Frucht ist eine kugelige oder eiförmige, vielsamige Kapsel.
In Mitteleuropa zu finden sind u.a. Verbascum blattaria (Schaben-Königskerze, Schabenkraut), Verbascum nigrum (Dunkle Königskerze), Verbascum phlomoides (Windblumen-Königskerze) und Verbascum thapsus, die Kleinblütige Königskerze oder Wollblume (in Unkrautfluren, an Schuttplätzen, Wegen, Waldschlägen usw.), sowie Verbascum lychnitis, die Mehlige Königskerze (im Saum sonniger Büsche und Wälder, in Kalkmagerrasen usw.).
Die reichlich Schleim sowie Saponin, Bitterstoff und Xanthophyll enthaltenden Blüten verschiedener Verbascum-Arten (Verbascum phlomoides, Verbascum thapsiforme und Verbascum thapsus) wirken auswurffördernd und entzündungshemmend und werden in der Volksmedizin insbesondere gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt. Verschiedene Arten und Kulturhybriden werden als Gartenzierpflanzen gezogen.