Synonyme: Verbascum thapsiforme;
Großblumige Königskerze, Große Königskerze, Wollkraut

Historisches: Der Gattungsname ist vom lateinischen "barbascum" (barba = Bart) abgeleitet. Der Artname thapsiforme geht auf das griechische thapsos zurück, worunter die Griechen eine zum Gelbfärben benutzte Pflanze verstanden. Der Name Königskerze hat nach Brunfels seinen Ursprung darin, daß die mit Teer oder Pech bestrichene Pflanze wie eine Fackel brennt und entsprechend auch genutzt worden sein soll.

Drogen: 1. Verbasci flos (syn. Flores Verbasci); Königskerzenbüten (syn. Wollblumen), die getrocknete Blumenkrone mit Staubblättern.
Inhaltstoffe: Triterpensaponine, wie Verbascosaponin; Flavonoide (1,5-4 %), u.a. Apigenin, Chrysoeriol, Luteolin, Kämpferol, Quercetin, Eriodictyol und entsprechende Glykoside; Iridoide, wie Aucubin, Catalpol; Schleimstoffe, Ferulasäure, Kaffeesäure, Protocatechusäure, Carotinoide, Phytosterole, Invertzucker.
2. Verbasci folium (syn. Folia Verbasci); Königskerzenblätter (syn. Wollkrautblätter), die getrockneten Blätter.
Inhaltstoffe: Iridoidglykoside, wie Aucubin; Schleimstoffe, Flavonoide, z.B. Diosmin, Saponine.