"Wir haben in Teutschland einige Arten der Königskerze wild wachsend , wovon diejenige , welche die sogenannten Wollblumen der Officinen liefert, Verbascum Thapsus L. eine der bekanntesten ist. Noch weit mehrere besitzt Griechenland, auch beschrieb Dioscorides schon einige derselben. So große Aehnlichkeit die verschiedenen Arten im Aeußern haben, so wenig mögen sie auch in Hinsicht ihrer Wirkung bedeutend verschieden seyn. Ob die Hippokratiker nur eine Art brauchten; ob V. Thapsus, V. sinuatum, V. plicatura u. s. w. , oder ob sie ohne Unterschied bald die eine, bald die andere nahmen, dürfte wohl schwer mit Gewissheit auszumachen seyn. Sie wendeten aber die Königskerze großentheils nur äußerlich an, und zwar die Blätter zum Räuchern bei allzu häufiger Menstruation so wie auch zu erweichenden Ueberschlägen bei Geschwülsten."
(J.H.Dierbach: Die Arzneimittel des Hippokrates, 1824)