"Verbascum Thapsus
L., gemeine Königskerze.
Verbascum plicatum L.,
gefaltete Königskerze. Verbascum sinuatum L.,
schwarze Königskerze.
Verbascum limnense L., wollige
Königskerze.
Man nennt die Pflanze auch Plomos. Es giebt eine
weissblättrige und eine schwarzblättrige Art. Von der weissblättrigen
hat die männliche engere, die weibliche breitere
Blätter. Ausserdem giebt es eine wildwachsende Species,
welche goldgelbe und dunkelgelbe Blüthen trägt. Schliesslich
giebt es noch eine Phiomis oder Thryallis genannte
Species. Die Wurzeln der beiden ersten Arten hat zusammenziehenden
Geschmack und werden gegen Flüsse angewendet.
Gegen Zahnschmerz benutzt man ein aus ihnen bereitetes
Mundspülwasser. Von den Blättern haben die der gelbblüthigen
Species die stärkste vertheilende Wirkung und dienen
zum Blondfärben der Haare.— Hippokrates benutzt Phlomos
als Geschwürsmittel. Eingehend behandelt Demitsch die Verbascum-Arten."
(Ludwig Israelson: Die "materia medica" des Klaudios Galenos, 1894)