Klette w, Arctium, Gattung der Korbblütler mit etwa 5, untereinander nahe verwandten, in Europa und dem gemäßigten Asien heimischen Arten. Zweijährige, reichverzweigte Pflanze mit großen, breit-eiförmigen Blättern und mittelgroßen, kugeligen Blütenköpfen aus rosa bis purpurroten Röhrenblüten und vielreihig angeordneten, an der Spitze hakenförmig gekrümmten Hüllblättern, die zum Zeitpunkt der Samenreife zur Ausbreitung der Klette beitragen können, indem sie sich im Fell vorbeistreifender Tiere verhaken (Haftorgane).
In staudenreichen Unkraut-Gesellschaften, an Schuttplätzen, Wegen, Zäunen und Ufern ist sowohl die Große Klette (Arctium lappa) als auch die Kleine Klette (Arctium minus) zu finden. Arctium nemorosum, die Hain-Klette, wächst vor allem im Bereich von Auenwäldern, an Waldwegen und -schlägen.
Frische Wurzeln, Blätter und Samen der Großen Klette gelten seit dem Altertum als heilkräftig. Sie enthalten Inulin, Schleim, etherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Sitosterin, Glykoside sowie antibiotisch und fungizid wirkende Substanzen. Heute werden Auszüge der Wurzel (Klettenwurzelöl oder Klettenwurzeltee) vor allem äußerlich zur Behandlung von Hauterkrankungen angewendet; innerlich sollen sie Leber- und Gallenleiden lindern.