Synonyme: Arctium majus, Lappa communis, Lappa major, Lappa officinalis, Lappa vulgaris;
Rossklettenwurz

Historisches: Der Gattungsname, der sich bereits bei Dioskurides findet, leitet sich vemutlich vom griechischen árcteion, der Bär, ab; möglicherweise wegen der wolligen Beschaffenheit der Blütenköpfchen. Der Artname lappa wird bei Plinius als weiterer Gattungsname genannt und ist aus dem griechischen labein = ergreifen, festhalten abgeleitet, womit auf die an den Kleidern festhaftenden Früchte hingewiesen wird. Der mittelalterliche Name bardana wird mit dem italienischen Namen "bard" (=Pferdedecke) in Verbindung gebracht, offenbar im Hinblick auf die großen Blätter der Pflanze. Mit dem deutschen Namen Klette wird ebenfalls der Begriff des Klebrigen, Anhaftenden zum Ausdruck gebracht.

Droge: Bardanae radix (syn. Radix Bardanae, Radix Arctii, Radix Lappae); Klettenwurzel, die im Herbst des ersten oder im Frühjahr des zweiten Jahres gesammelten, getrockneten, ganzen oder zerkleinerten Wurzeln. Droge stammt meist aus Kulturen von A. lappa.
Inhaltstoffe: Lignane, u.a. Arctiin, Inulin (A. lappa 45-70 %, A. minus 20-27 %, A. tomentosum bis 19 %), Schleimstoffe, geringe Mengen an ätherischem Öl (0,06-0,18 %), Polyine, Kaffeesäurederivate und Sesquiterpenlactone.