"Gemeine Klette, Roßklette, Butzenklette, Klettendistel, Ohmblätter, Klettenwurz, Grindwurtz, Dockenkraut.
Wächst in ganz Deutschland und in den übrigen Ländern Europens, so wie auch in Nordamerica, auf wüsten Stellen, an Wegen und Zäunen, in Gebüschen und lichten Wäldern, auf feuchtem, auf trockenem Boden.
Blühet im Julius und August.
Sowohl von dem Arctium Lappa als auch von dem Arctium Bardana, was nach Linne nur eine Varietät von jenem war, werden die Wurzeln, Radices Bardanae, als Arzneymittel gesammelt. In ältern Zeiten bewahrte man in den Apotheken auch die Blätter und den Samen, Folia et Semen Bardanae, auf.
Die Wurzel ist äußerlich schwarzbraun, inwendig weiß. Sie besitzt einen etwas widerlichen Geruch und einen süßlichen Geschmack.
Ihr vorwaltender Grundstoff ist Schleim. Man hält sie für ein blutreinigendes Mittel und gibt sie in Decocten bey Hautkrankheiten und venerischen Uebeln."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Zweyter Band. 1809.)
"Filzige Klette, Waldklette.
Wachst in ganz Deutschland und in den übrigen Ländern Europens auf wüsten Stellen, an
Wegen und Zäunen, in Gebüschen und lichten Wäldern.
Blühet im Julius und August.
Von dem Arctium Bardana werden, eben sowohl, wie vom Arctium Lappa, die Radices
Bardanae gesammelt. Beide Arten sind sich auch in Rücksicht ihres äußern Baues und ihrer
Bestandtheile sehr gleich; und daher können sie auch ihren therapeutischen Eigenschaften nach
nicht verschieden seyn."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Zweyter Band. 1809.)