"Hasenfußklee, Trifolium arvense, L. mit eirunden, zottigen Aehren, und Blumendecken, deren Zähne borstenartig, zottig und von gleicher Länge sind, ein auf den Aeckern wildes Sommergewächs, welches im Heu- und Erntemonate röthlich blüht.
Die etwas wolligen, zolllangen und strohhalmbreiten Blätter mit den Blüthenähren (hb. cum spica lagopi, trifolii leporini), welche einen austrocknenden, adstringirenden Geschmack besitzen, hat man in ältern Zeiten als ein anhaltendes Mittel in Bauch- Blut- und ächten Samenflüssen, so auch gegen Brüche und den weißen Fluß innerlich und äußerlich gebraucht."
(Samuel Hahnemann: Apothekerlexikon von 1795)

"Wiesenklee, Trifolium pratense, L. mit kugelförmigen, etwas zotthaarigen Blüthenähren, mit einander entgegengesetzten, häutigen Deckblättchen umgeben; ein etwa fußhohes Kraut mit etwa dreijähriger Wurzel auf Grasplätzen, vorzüglich auf gewässerten Wiesen, doch auch sonst auf Viehweiden einheimisch, welches fast den ganzen Sommer über purpurfarbig blüht.
Die dreifachen, ovalen, etwas haarichten Blätter mit den wohlriechenden Blumen (Hb. cum Flor. Trifolii, pratensis, s. purpurei) welche einen etwas trocknenden Geschmack besitzen, haben die Alten im weißen Flusse, zur Hemmung der Mutterblutflüsse, und den ausgepreßten Saft äusserlich bei Hornhautverdunkelungen (man weiß nicht, ob erfahrungsgemäß?) gerühmt, Samen und Blüthen aber im Absude bei (nicht genug bestimmten) Schmerzen in den Gedärmen trinken lassen."
(Samuel Hahnemann: Apothekerlexikon von 1795)

"Kriechklee, Trifolium repens, L. mit schirmartigen Blumenköpfen, viersamigen Schötchen und kriechendem Stengel, eine mehrjährige, niedrige Pflanze in ganz Europa auf Weiden, wo sie im Erntemonat weiß blüht.
Die honigartig riechenden, fast unschmackhaften Blumen (flor. trifolii albi), welche jedoch adstringirenden Stoff in Menge besitzen, werden als ein Hausmittel gegen den weißen Fluß in Schweden gebraucht."
(Samuel Hahnemann: Apothekerlexikon von 1795)