Verwendet wird das Öl der Nadeln und des Harzes, die jungen Triebe, sowie der durch Destillation aus Stamm und Wurzeln gewonnene Teer.

Traditionelle Anwendung:
Kiefernadelöl findet Verwendung bei katarrhalische Erkrankungen der Atemwege, äußerlich bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden, mitunter in Bäderform. In der Kosmetik für Schaumbäder und in Badesalzen.
Nadelholzteer wird zur unterstützenden Behandlung von chronischen oder eitrigen Hauterkrankungen, meist in Bäderform angewendet. Volkstümlich auch bei Atemwegserkrankungen. In der Veterinärmedizin zur Huf- und Klauenbehandlung.
Kiefernsprosse, frisch oder getrocknet, wurden früher bei katarrhalischen Erkrankungen der Atemwege, äußerlich in Zubereitungen bei leichten Muskel- und Nervenschmerzen verwendet.
Gereinigtes Terpentinöl hilft bei Erkrankungen der Bronchien, äußerlich auch bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden. Volkstümlich zudem bei Blasenkatarrh sowie gegen Krätze und Moskitos.
Das gereinigte Baumharz dient wie Terpentin zur Herstellung von Pflastermassen.
Burgunderharz, der Rückstand bei der Terpentinöldestillation, auch Colophonium, dient auch zum Aufrauhen der Bögen für Streichinstrumente.

Homöopathie:
1. Pinus sylvestris HAB 1; Kiefer, die frischen, während des Austriebes gesammelten, bis 5 cm langen Sprossen.
Erkrankungen der Atemwege, der Haut sowie des Stütz- und Bewegungsapparates, wie Schwäche des Bandapparates an den Knöcheln, chronischer Rheumatismus, Entzündungen der Anwendungsgebiet: Atemwege, Ekzeme und Nesselsucht.
2. Terebinthinae aetheroleum HAB; Terpentinöl von Pinus-Arten.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege, der Nieren, ableitenden Harnwege sowie der Haut.
3. Pix liquida HAB 34, der durch trockene Destillation des Holzes gewonnene Teer.
Anwendungsgebiet: Rißekzem der Finger und Hände, Bronchitis.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
keine