"[Erbse] - Cicer arietinum - Kichererbse
Die Gartenerbse ist gut für den Bauch, treibt den Harn, erzeugt Blähungen, macht eine gute Farbe, treibt die Menstruation und die Frucht ab und befördert die Milchabsonderung. Am besten wird sie, mit Wicken zusammengekocht, als Umschlag gegen Hodenanschwellung und Warzen gebraucht, mit Gerste und Honig gegen Krätze und Schorf, Flechten, krebsartige und böse Geschwüre. Eine andere Art davon heißt Kichererbse; beide sind urintreibend, da die Abkochung davon mit Rosmarin gegen Gelbsucht und Wassersucht gegeben wird; sie schadet aber einer schwärigen Blase und den Nieren. Einige berühren gegen gewöhnliche und gestielte Warzen bei Neumond jede Hervorragung dann und wann mit einer Erbse, binden diese dann in feines Leinen und befehlen, sie hinter sich zu werfen, so sollen die Warzen abfallen. Es gibt auch eine wilde Erbse, nach den Blättern der Gartenerbse ähnlich, von scharfen Geruch, in der Frucht verschieden, sie wirkt aber in derselben Weise wie die Gartenerbse."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)