Verwendet werden die getrockneten Blätter und Zweigspitzen (Orthosiphonis folium). Im Handel findet man die Droge auch unter der Bezeichnung „Indischer Nierentee“ oder „Javatee“.

Traditionelle Anwendung:
Die Droge dient zur Durchspülung bei Blasen- und Nierenkatarrh, bei Reizblase, Zystitis sowie zur Vorbeugung gegen Nierengrieß. Genutzt werden Orthosiphonblätter sowohl als Monodroge als auch als Bestandteil entsprechender Teemischungen und von Phytopharmaka. O. aristatus ist ferner in hervorragender Weise zur Gewinnung von Rosmarinsäure mit Hilfe von Zellsuspensionskulturen geeignet.

Homöopathie:
Orthosiphon aristatus HAB; Indischer Nierentee, die getrockneten Laubblätter.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy ): zur Durchspülung der ableitenden Harnwege, insbesondere bei Entzündungen und Nierengrieß, und unterstützend bei bakteriellen Infektionen der Harnwege.
ESCOP

Bereitung eines Teeaufgusses:
2 bis 3 g fein geschnittene Orthosiphonblätter mit ca. 150 mL siedendem Wasser übergießen und nach 10 bis 15 Min. abseihen.
2- bis 4-mal täglich eine Tasse Orthosiphonblättertee trinken; mittlere Tagesdosis 8 bis 12 g Droge. Sinnvoll ist eine Kombination mit anderen Drogen wie Hauhechelwurzel, Goldrutenkraut, Birkenblätter oder Brennnesselblätter (Blasen- und Nierentee, Harntee).