Synonyme: Ocimum grandiflorum, Orthosiphon spicatus, O. stamineum
Historisches: Die in Indien seit altersher genutzte Droge fand in Europa erst gegen Ende des 19. Jh. Eingang in die Therapie. Der Gattungsname Orthosiphon setzt sich aus dem griechischen orthós (gerade) und siphon (Röhre) zusammen, Bezug nehmend auf die gerade Kronröhre; aristatus bedeutet begrannt und stamineus staubblattartig.
Droge: Orthosiphonis folium (syn. Folia Orthosiphonis, Folia Orthosiphonis staminei); Orthosiphonblätter (syn. Indischer Nierentee, Javanischer Nierentee, Javatee, Koemis Koetjing), die kurz vor der Blütezeit gesammelten Laubblätter und Stengelspitzen.
Inhaltstoffe: lipophile, hochmethoxylierte Flavone vom Typ des Sinensetin vgl. Formel und des Scutellarein-tetramethylethers neben geringen Mengen an Flavonolglykosiden, ferner Hydroxyzimtsäurederivate mit deutlicher Dominanz von Rosmarinsäure, geringe Mengen ähnlicher Derivate, u.a. Kaffeoyl- und Dikaffeoyl-Tartrat sowie wenig äther. Öl (0,02 %), jedoch einem verhältnismäßig hohen Gehalt an Kaliumsalzen.