"Noch jetzt bewahren wir in unsern Officinen unter
dem Namen Kardamome einige Sorten von aromatischen
Samen auf, die man aus Ostindien nach Europa bringt,
und die von Elettaria Cardamomum White et
Maton oder Amomum Cardamomum L. eingesammelt
werden sollen. Wenn nicht gewiss, doch sehr
wahrscheinlich ist es, dass unsere Kardamomen von denen
der Alten nicht verschieden sind.
Nur in den spätem hippokratiscben Schriften werden
die Kardamomen genannt , ein Umstand , der die
oben von den indischen Gewürzen geäußerte Meinung
bestätigt. Man brauchte sie bei Asthma mit Rauten,
äthiopischem Kümmel u. s. w.
) , ferner zu Muttertränken, äußerlich zu aromatischen Bähungen mit andern
Mitteln , mit Wein und Milch macerirt, machte
man Einreibungen auf den Unterleib zur Beförderung
der Menstruation."
(J.H.Dierbach: Die Arzneimittel des Hippokrates, 1824)