"[I.5. - Kardamom] - Elettaria cardamomum, Alpinia cardamomum (Zingiberaceae) - Kardamom
Das beste Kardamomon wird aus Komagene, aus Arabien und vom Bosporus bezogen; es wächst in Indien und Arabien. Man wähle das, welches schwer zu zerbrechen, voll und rasselnd ist [denn was diese Eigenschaft nicht hat ist zur unrechten Zeit gesammelt], welches einen betäubenden Geruch und scharfen, bitterlichen Geschmack hat. Es hat erwärmende Kraft. Mit Wasser genommen wirkt es gegen Epilepsie, Husten, Ischias, Paralyse, Zerreißungen, Krämpfe, Leibschneiden und treibt den Bandwurm ab. Mit Wein genommen ist es ein gutes Mittel bei Nierenleiden, Harnverhaltung, gegen Skorpionstiche und alle Bisse giftigen Tiere. Mit 1 Drachme von der Wurzelrinde des Lorbeers getrunken zertrümmert es den Blasenstein. In der Räucherung tötet es den Embryo, und mit Essig eingerieben vertreibt es die Krätze. Es wird aber auch den Salben zum Verdichten zugesetzt [ebenso den anderen Gegenmitteln]."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)