Illicium anisatum
"Die Heilkunde macht von den anisähnlich riechenden und schmeckenden Samengehäusen und Samen als Semina Anisi stellati s. Badiani (Sternanis) Gebrauch, und zwar seit dem Ende des sechszehnten Jahrhunderts. Als wirksamer Bestandtheil findet sich darin ein ätherisches Oel, welches besonders in der schwammigen Haut der Kapseln und im Eyweißkörper reichlich zu sein scheint, wie der aromatische Geruch und Geschmack derselben zeigt. Das reine Sternanisöl ist wasserhell und dünnflüssig, wird aber nach einigen Wochen gelblich, riecht und schmeckt anisartig, schwimmt auf dem Wasser und ist ziemlich flüchtig. Der Sternanis wirkt gelind reizend, blähungstreibend, expectorirend, etwas reizender als Anis. Man giebt ihn am häufigsten im Aufguss, besonders als Zusatz zu Brustthees zur Beförderung der Expectoration. Das Oleum aethereum wird als feiner und angenehmer als Anisöl gerühmt."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Zwölfter Band. 1833)