"Gemeiner Johannisbrodbaum.
Wächst in Apulien, Sicilien, Creta, Cypern, Syrien, Palästina und im ganzen Orient. Blühet im Julius und August.
Die Früchte dieses Baumes nennt man Johannisbrod, Sillqua dulcis. Sie enthalten Schleim und Zucker, und zwar letzten in so reichlicher Menge, dass er sich darin in Krystallen absondert. Wegen dieser Bestandtheile wendete man sie sonst häufiger als jetzt in Brusttränken gegen Husten, Heiserkeit und dergleichen Übel an. Der in diesen Früchten sich absondernde Zucker mag wahrscheinlich von derselben Beschaffenheit seyn, wie der, welchen der Stamm und die Zweige des Baumes selbst in Gestalt kleiner, harter Körner von weißlich grüner Farbe ausschwitzen. In Sicilien, in der Gegend von Palermo, sammelt man ihn."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Siebenter Band. 1855.)