Verwendet werden die während oder kurz nach der Blüte gesammelten, getrockneten Laubblätter und die Beeren.

Traditionelle Anwendung:
Johannisbeerblätter als Tee genommen dienen zur Erhöhung der Harnmenge bei schmerzhaftem Harndrang, Gicht und rheumatischen Beschwerden. Mitunter auch bei Leber und Galleleiden.
Die Beeren finden sich volkstümlich in Zubereitungen, z.B als Sirup oder Gelee bei Erkältungskrankheiten, Heiserkeit und Husten, als Vitamin-C-Quelle, mitunter bei Durchfällen und Magenschmerzen. Getrocknete Beeren werden auch bei Harnbeschwerden gekaut.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy ): Unterstützend bei rheumatischen Erkrankungen
ESCOP
Erfahrungsmedizin: Als Vitamin-C-Spender.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.

Bereitung eines Teeaufgusses:
2 bis 4 g fein geschnittene Schwarze Johannisbeerblätter mit ca. 150 mL siedendem Wasser übergießen und nach 10 Min. abseihen; kalt ansetzen und kurz aufkochen ist auch möglich.
Mehrmals täglich ein Tasse Schwarzer Johannisbeertee trinken. Mittlere Tagesdosis 6 bis 12 g Droge. Bei Harnwegsbeschwerden ist eine Kombination mit anderen Drogen wie Katzenbartblätter, Hauhechelwurzel, Goldrutenkraut, Birkenblätter oder Brennnesselblätter sinnvoll (Blasen- und Nierentee, Harntee).