Ribes s [von arab. ribās = sauer schmeckende Pflanze, Rhapontik], überwiegend in der nördlichen gemäßigten Zone heimische Gattung der Stachelbeergewächse, Grossulariaceae) mit ca. 150 Arten. Eher kleine laubwerfende oder immergrüne, oft mit Stacheln bewehrte Sträucher mit wechselständigen, häufig 3–5lappigen, grob gesägten Blättern. Die kleinen, einzeln oder in Trauben angeordneten, 4–5zähligen Blüten sind meist unscheinbar und bringen saftige Beerenfrüchte mit zahlreichen Samen hervor.
Die wild in Erlenbrüchen und Auenwäldern vorkommende, rötlich blühende Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) ist erst seit dem 18. Jahrhundert in Kultur. Sie besitzt mit Harzdrüsen besetzte, charakteristisch riechende Blätter („Wanzenbeere“, „Bocksbeere“); ihre schwarzen, eigenartig schmeckenden Früchte enthalten viel Vitamin C und werden zu Marmelade, Saft, Sirup oder Likör (Cassis) verarbeitet.
Sowohl Blätter als auch Früchte finden in der Volksmedizin Verwendung. Ebenfalls schwarze, aber größere Früchte liefern Kreuzungen der Schwarzen Johannisbeere mit anderen Arten der Gattung. Zu ihnen gehören Jostabeere (Ribes nigrum × Ribes divaricatum) und Jochelbeere (Ribes nigrum × Ribes uva-crispa).