Synonyme: Ribes olidum;
Ahlbeere, Gichtbeere, Schwarze Träuble, Wanzenbeere

Historisches: Der Gattungsname Ribes wurde zunächst vom persischen ins arabische ribas oder riwas übernommen und galt dem in den Gebirgen Persiens und dem Hindukusch heimischen Rheum ribes, aus dem die Araber einen Sirup bereiteten, den sie als kühlendes Arzneimittel nutzten. Als Ersatz für diesen wurde im Mittelalter ein Sirup aus den Beeren von Arten der Gattung Ribes hergestellt und im 16. Jh. der heutige Gattungsname durch dt. Botaniker endgültig festgelegt.

Drogen: 1. Ribis nigri folium (syn. Folia Ribis nigri); Schwarze Johannisbeerblätter (syn. Ahlbeerblätter, Bocksbeerblätter, Gichtbeerblätter, Wanzenbeerblätter), die während oder kurz nach der Blüte gesammelten und getrockneten Laubblätter.
Inhaltstoffe: Flavonolglykoside (ca. 0,5 %), u.a. Astragalin, Isoquercitrin und Rutosid, ferner Proanthocyanidine (ca. 0,4 %) mit unterschiedlichem Polymerisationsgrad, Spuren von äther. Öl sowie Ascorbinsäure (100-270 mg/100 g Droge, berechnet aus Frischgewicht).
2. Ribis nigri fructus (Baccae Ribiae nigri, Fructus Ribis nigri, Ribia nigra); Schwarze Johannisbeeren (syn. Ahlbeeren, Gichtbeeren), die frische, reife Frucht mit den Stielen und Fruchtspindeln.
Inhaltsstoffe: Anthocyane (bis zu 2 %, u.a. Cyanidin-3-glucosid vgl. Formel, Cyanidin-3-rutinosid und Delphinidin-3-rutinosid), Flavonolglykoside mit den Hauptkomponenten Isoquercitrin, Myricetin-D-glucopyranosid und Rutosid, ferner Fruchtsäuren (ca. 3,5 %), u.a. Äpfel-, Citronen- und Isocitronensäure, Vitamin C, Hydroxyzimtsäurederivate, Invertzucker (6-8 %) und Pektine.