"Schwarze Johannisbeere, Ahlbeere, Gichtbeere, Bocksbeere, Wendelbeere, Alandbeere,
Pfaffenbeere, Stickbeere, Zeitbeere, schwarze falsche Stachelbeere, schwarze Krausbeere,
Brännebeere, schwarzes Johannislräublein , Ahlbesie, Ahlbeerenbusch , Gichtbeerenbusch,
Bocksbeerenbusch, Wendelbeerenbusch, Pfaffenstrauch, Stinkbaum, Jungferbaum.
Wächst in ganz Deutschland, so wie in den mehresten Ländern Europeus, in schattigen
Wäldern.
Blühet im May.
Man sammelt von Ribes nigrum die Blätter nebst den Stengeln, Folia seu Herba Ribium
nigrorum cum stipitibus im jungen noch sehr zarten Zustande, wenn sie sich nur eben
entwickelt haben. Sie besitzen, so wie alle Theile des Gewächses, einen unangenehmen, wanzenartigen
Geruch. Sie sind harn- und schweißtreibend und dabey etwas ekelerregend. Die
Schweden, welche sie im Aufgusse anwenden, rühmen sie in der schleimigen Bräune, in der Dysenterie
und dem Rheumatismus.
Die Beeren, Baccae Ribium nigrorum, welche ebenfalls den wanzenartigen Geruch an
sich tragen, und weniger säuerlich, als die von Ribes rubrum sind, werden im frischen Zustande
zur Bereitung eines Roob, Roob Ribium nigrorum, gebraucht."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Dritter Band. 1815.)