"Jaboticafrucht: Die Gattung Myrciaria umfasst mehrere in den Tropen und Subtropen der Neuen Welt vorkommende Arten, welche essbare (beerenartige) Früchte liefern. In Brasilien sind die Jaboticafrüchte von Myrciaria cauliflora oder M. jabotica beliebt, niedrig wachsende Bäume oder Sträucher. Die Früchte von M. cauliflora sitzen direkt auf dem Hauptstamm und an den Rinden größerer Zweige (Kauliflorie, ähnlich wie bei der Kakaofrucht). Im Aussehen erinnern sie an große WEintrauben: 2-3 cm groß, blaurote Fruchtschale, helles Fruchtfleisch, das süß-sauer und aromatisch schmeckt. Am Amazonas wächst die verwandte M. paraensis, deren Früchte von den Indigenen als Camu-camu bezeichnet werden.
Mit einem Ascorbinsäuregehalt von 2-3% gehören sie zu den Vitamin-C-reichsten Früchten überhaupt."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)