"Isländisches Moos: Je nach Arzneibuch wird eine der beiden nachfolgenden Stammpflanzen genannt: Cetraria islandica oder C. ericetorum, bodenbewachsende, strauchig verzweigte Flechten, die massenhaft in den arktischen Gebieten der nördlichen Hemisphäre, sowie in den Mittel- und Hochgebirgen der gemäßigten Zonen vorkommen.
Die Droge besteht aus den getrockneten Thalli der genannten Arten. Sie weist einen eigenartigen Geruch auf, schmeckt schleimig und bitter. Ein 5%iges Dekokt geliert nach Abkühlen.
Isländisches Moos ist Bestandteil von Brust- und Hustentees. Eingedickte Aquosa-Extrakte finden Verwendung als Hustenpastillen. Die Bitterstoffe wirken sialagog: der Speichel mit körpereigenen Schleimstoffen wirkt bei Reizhusten lokal reizmindernd."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)