"Te neque transierim latiae cui libera linguae
Nomine Digladii nomen facundia finxit.
Tu mihi purpurei progignis floris honorem,
Prima aestate gerens violae iucunda nigellae
Muncra, vel qualis mensa sub Apollinis alta
Investis pueri pro morte recens Hyacinthus
Exiit et regnis signavit vertice nomen.
Radicis ramenta tuae siccata fluenti
Diluimus contusa mero, saevumque dolorem
Vesicae premimus tali non secius arte.
Pignore fullo tuo lini candentia texta
Efficit ut rigeant dulcesque imitentur odores."
(Walahfried Strabo: Liber de Cultura Hortorum von 827)

"Da will ich nicht übergehn, Gladiole, deren Benennung
Nach dem Namen des Schwerts freischaffende Sprache gebildet.
Du bescherst mir den Schmuck deiner purpurfarbenen Blüte
Früh im Sommer an Stelle des dunkellieblichen Veilchens.
Oder du gleichst Hyacinth, der am Altar Apollos als Blume
Wiedererstand, aus dem Tod des zarten Jünglings geboren
Und an der Blüte Stirn seines Namens Zeichen verewigt.
Deiner Wurzel getrocknete Stückchen lösen zerrieben
Wir in flüssigem Wein, und der Blase grausame Schmerzen
Dämpfen nicht minder wir trefflich mit diesem künstlichen Heiltrank.
Du gibt dem Walker das Mittel, mit dem er das Leinengewebe
Glänzend und steif appretiert und ihm Duft wie von Blumen verleihet."
(Walahfried Strabo: Liber de Cultura Hortorum von 827)