Hundszunge, Cynoglossum, vor allem in den gemäßigten Zonen verbreitete Gattung der Rauhblattgewächse mit ca. 55 Arten. Kräuter oder Stauden mit länglich-lanzettlichen, weich behaarten Blättern und in meist reichblütigen Wickeln stehenden, kleinen Blüten mit 5zipfliger braunroter, bläulicher oder weißlicher Krone; Teilfrüchte (Klause) mit widerhakig geformten Emergenzen.
In Mitteleuropa zu finden ist die in den Lichtungen krautreicher Laubmischwälder wachsende Wald-Hundszunge (Cynoglossum germanicum) mit bräunlich-violetten Blüten und die in sonnigen Unkrautfluren, an Schuttplätzen und Wegrändern verbreitete, bräunlich-rötlich blühende Gemeine Hundszunge (Cynoglossum officinale). Die Blätter der Gemeinen Hundszunge enthalten etherisches Öl und Schleimstoffe. In der durch Alkannin rötlich gefärbten, rübenförmigen Wurzel kommen neben Gerb- und Bitterstoffen Cholin und das bei kaltblütigen Tieren lähmend wirkende Alkaloid Cynoglossin und die zentrallähmenden Substanzen Consolidin und Consolicin vor.
Radix Cynoglossi wurde früher sowohl zum Färben als auch zu Heilzwecken verwendet. Einige Arten werden als Zierpflanzen gezogen.