Verwendet werden Hagebuttensamen und -schalen. Gesammelt werden traditionell auch die durch den Stich und die Eiablage der Rosen-Gallwespe Cynips Rosae an den jungen Trieben von R. canina erzeugten Wucherungen (Schlafapfel).
Traditionelle Anwendung:
Das Samenöl wird zur Behandlung atrophischer Haut, zur Narbenbehandlung sowie zur Reduktion von Faltenbildung der Haut eingesetzt. In der Volksheilkunde dient ein Tee aus Hagenbuttenkernen zur Behandlung von Steinleiden, Harnwegserkrankungen sowie rheumatischen Beschwerden.
Hagebuttenschalen werden in der Volksheilkunde als Tee zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten eingesetzt, dabei ist der Vitamin-C-Gehalt entscheidend. Außerdem werden sie zur Herstellung von Marmeladen, Säften und Kompotten verwendet.
Der Schlafapfel dient in der Volksheilkunde als Adstringens.
Homöopathie:
Rosa canina HAB 34, die frischen Blumenblätter.
Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy ): Hagebuttenschalen und Hagebutten: unterstützend bei der Behandlung von Erkältungen und Grippe; Hagebutten: unterstützend zur Linderung von Gelenkarthose-bedingten Schmerzen und Steifheit.
Erfahrungsmedizin: Unterstützung der Therapie bei Vitamin-C-Mangel, als mildes Laxans und Diuretikum u. a.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.
Bereitung eines Teeaufgusses:
Hagebutten: 2 bis 2,5 g zerkleinerte Hagebutten(-schalen) mit siedendem Wasserübergießen und nach 15 Min. abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse Hagebuttentee trinken.
Rosenblütenblätter: 2 g der geschnittenen Rosenblütenblätter mit 150 mL siedendem Wasser übergießen und nach 10 Min. abseihen und abkühlen lassen. 3 mal täglich zur Mundspülung verwenden; zur Behandlung der Haut 3 mal täglich feuchte Umschläge auflegen.