"Helenalin: Helenalin wurde zuerst aus Helenium-Arten isoliert, die in Nordamerika heimisch sind. Helenium-Hybriden werden in Europa als Zierpflanzen gezogen.
Helenalin ist eine farblose, kristalline Substanz, die stark bitter schmeckt und schleimhautreizend, insbesondere Niesen erregend, wirkt. Sie ist in Wasser nur mäßig, in Alkohol und Chloroform hingegen gut löslich.
In pharmakologischen Modellen zur Testung antiphlogistischer Effekte (durch Carrageen induziertes Rattenpfotenödem, chronische Adjuvansarthritis) wirkt Helenalin in Dosen von 2,5 mg/kg Körpergewicht (intraperitoneal) entzündungshemmend. Eine Reihe weiterer Wirkungen wurde nachgewiesen: antimikrobielle, antineoplastische und zytotoxische.
Höhere Dosen sind für Säugetiere stark giftig. Beim Menschen äußern sich Intoxikationen in schweren Gastroenteritiden; auch kann es zu Lähmungen der Willkür- und Herzmuskulatur kommen. Helenalin gehört zur Gruppe jener Sesquiterpenlaktone, die zu Kontaktdermatiden führen können."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)