Verwendet werden die getrockneten weiblichen Blütenstände (Lupuli flos - Hopfenzapfen).
Traditionelle Anwendung:
Hopfenzapfen wirken als mildes Beruhigungsmittel, meist in Form des Extraktes und sind in Kombination mit anderen sedativ wirkenden Drogen Bestandteil zahlreicher Fertigarzneimittel. Hopfenzapfen kommen zudem auch als Tee zur Anregung der Magensaftsekretion zur Anwendung. In der Volksheilkunde werden die antibakteriellen Eigenschaften äußerlich zur Behandlung von Geschwüren und Hautverletzungen sowie innerlich bei Blasenkatarrh genutzt. In großen Mengen dient die Droge in der Bierbrauerei als konservierender und aromatisierender Zusatz.
Homöopathie:
Humulus lupulus HAB1; Hopfen, die frischen, kurz vor dem Zeitpunkt der Samenreife gesammelten, möglichst samenarmen Fruchtzapfen.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen des Zentralnervensystems (Nervosität, Schlafstörungen).
Anerkannte Medizinische Anwendung:
HMPC(Herbal Medicinal Product Committee): eine Kombination von Hopfen und Baldrianwurzel in Form von Trockenextrakten zur Besserung von Schlafstörungen ist „medizinisch allgemein anerkannt“ (well established use“)
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy ): bei Unruhe, Angstzuständen und Schlafstörungen
Erfahrungsmedizin: Bei nervösen Gastropathien, bei dyspeptischen Beschwerden zur Steigerung der Magensaftsekretion, u. a.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt. Unter Therapie mit einem Hopfen-Baldrian-Kombinationspräparat konnte keine Beeinträchtigung bei Aufmerksamkeits- und Reaktionstests festgestellt werden.
Bereitung eines Teeaufgusses:
0,5 bis 1 g (2 - 4 Teelöffel) zerkleinerte Hopfenzapfen werden mit 150 mL kochendem Wasser übergossen und nach 2 bis 3 Stunden abgeseiht.
Mehrmals täglich eine Tasse warmen Hopfenzapfentee, als Einschlafhilfe eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen, trinken. Einzeldosis: 0,5 g