Synonyme: Cannabis lupulus, Humulus cordifolius, H. americanus, H. volubilis, H. vulgaris, Lupulus communis, L. humulus, L. scadens

Historisches: Der Gattungsname Humulus ist aus dem im frühmittelalterlichen Latein gebräuchlichen humlo hervorgegangen, das wiederum vom slawischen chmel abstammt. Der Artname lupulus stellt die Verkleinerungsform vom lateinischen lupus (Wolf) dar, womit die pflanzenwürgende Eigenschaft des Hopfens hervorgehoben werden sollte. Die Bezeichnung Hopfen wurde im 11. oder 12. Jh. geprägt. Der Anbau erfolgte jedoch in Deutschland und Frankreich bereits im 8. Jh.

Drogen: 1. Lupuli glandula (syn. Glandulae Lupuli, Lupulinum); Hopfendrüsen (Hopfenmehl, Hopfenstaub, Lupulin), die von den Fruchtständen abgesiebten Drüsenhaare.
Inhaltstoffe: Harzsubstanzen (50-80 %) mit Bitterstoffen (Acylphloroglucide, Hopfenbittersäuren), u.a. Humulone vgl. FormelCohumulon, Adhumulon, Lupulone vgl. Formel Colupulon, Adlupulon und weitere Acylphloroglucide sowie deren Oxidationsprodukte, z.B. 2-Methyl-3-buten-2-ol vgl. Formel, enthaltend. Ferner äther. Öl (1-3 %) mit Mono- und Sesquiterpenen, u.a. Myrcen, Humulen und Caryophyllen, sowie Gerbstoffe und Flavonoide.
2. Lupuli strobulus (syn. Flores Humuli lupuli, Strobili Humili, Strobili Lupuli, Strobuli Lupuli); Hopfenzapfen (syn. Hopfenblüten, Hopfendolden, Hopfenkätzchen, Humulus-lupulus-Fruchtstände), die ganzen, getrockneten, weiblichen Blütenstände.
Inhaltstoffe: Harzsubstanzen (15-30 %, s. Lupuli glandula), äther. Öl (0,3-1 %, s. Lupuli glandula), Gerbstoffe vom Typ der oligomeren Proanthocyanidine (2-4 %), Flavonoide, v.a. Kämpferol- und Quercetin-mono- und -diglykoside sowie das drogenspezifische Chalkon Xanthohumol.