Synonyme: Galeopsis ochroleuca, G. dulcia, G. grandiflora, G. villosa, G. dubia, Ladanum luteum;
Daunnessel, Saathohlzahn
Historisches: Die Pflanze wurde bereits von Dioskurides, allerdings unter der Bezeichnung Sideritis hirsuta, beschrieben und als Mittel gegen Lungenkrankheiten empfohlen. Seit dem Mittelalter wurde Hohlzahnkraut als Volksmittel bei beginnender Schwindsucht gebraucht, aber erst 1792 wurde man auf die Droge aufmerksam, die wenige Jahre später unter dem Namen "Liebersche Auszehrungskräuter" als Geheimmittel gegen Schwindsucht vertrieben wurde. Der Gattungsname ist vom griechischen gala, gale (Iltis, Marder) und opsis (Aussehen) wegen der Iltisköpfen ähnelnden Blüten abgeleitet.
Drogen: Herba Galeopsidis (syn. Galeopsis, Herba Galeopsidis grandiflorae); Hohlzahnkraut (syn. Blankenheimer Tee, Daunnessel, Liebersches Kraut, Spanischer Tee), das getrocknete Kraut.
Inhaltstoffe: Kieselsäure (0,7-0,9 %, davon 0,1-0,2 % lösliche Kieselsäure), ein glykosidischer Bitterstoff, äther. Öl, Gerbstoffe (5-10 %), neutrale und saure Saponine, Fette, Wachs, Harz, pektinähnliche Stoffe.