Verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten, getrockneten oberirdischen Teile bestehend aus Blättern, Blüten, Stängeln und Früchten (Bursae pastoris herba - Hirtentäschelkraut).

Traditionelle Anwendung:
Das Kraut wird innerlich zur symptomatischen Behandlung von Menorrhagien und Metorrhagien und zur lokalen Anwendung bei Nasenbluten, äußerlich bei oberflächlichen, blutenden Hautverletzungen angewendet. In der Volksheilkunde diente die Droge lange Zeit als Mutterkornersatz bei Gebärmutterblutungen und als sonstiges blutstillendes Mittel.

Homöopathie:
1. Capsella bursa-pastoris HAB1 (syn. Thlaspi bursa pastoris), die frischen oberirdischen Teile blühender Pflanzen.
Anwendungsgebiet: Steinleiden, Gebärmutterblutungen, Schleimhautblutungen.
2. Capsella bursa-pastoris, äthanol. Infusum HAB1 (syn. Capsella, äthanol. Infusum), die zur Blütezeit gesammelten, getrockneten oberirdischen Teile.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
Wissenschaftlich belegte Indikationen: leichte Menorrhagie, leichte Metrorrhagie, Nasenbluten (lokal), oberflächliche blutende Hautverletzungen (äußerlich).
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.

Bereitung eines Teeaufgusses (traditionell):
Zur inneren Anwendung: 3 bis 5 g fein geschnittenes Hirtentäschelkraut mit ca. 150 mL siedendem Wasser übergießen und nach 10 bis 15 Min. abseihen. 3 bis 5 Tage vor und während der Regelblutung 2- bis 4-mal täglich eine Tasse warmen Hirtentäschelkrauttee trinken; Tagesdosis: 3 bis 20 g Droge.
Für die äußerliche Anwendung als blutstillendes Mittel (Nasentamponade): 10 g Droge mit 100 mL siedendem Wasser übergießen und nach 15 Min. abseihen.