Synonyme: Bursa pastoris, Capsella polymorpha, Iberis bursa-pastoris, Lepidium bursa-pastoris, Nasturtium bursa-pastoris, Rodschiedia bursa-pastoris, Thlaspi bursa-pastoris, Thlaspi polymorphum;
Bauernsenf, Echtes Hirtentäschelkraut, Gänsekresse, Täschelkraut, Taschenknieper
Historisches: Der deutsche Name Hirtentäschel ist die Übersetzung des lateinischen Namens, nämlich capsella von capsula (Kapsel) und pastor (Hirt), womit auf die Form der Früchte, der Schötchen, hingewiesen wird. Verwendet wurden von den alten griechischen und römischen Ärzten offenbar bevorzugt die Samen. Die Indikation war vielseitig, u.a. bei Ischias, auch als Abortivum. Hippokrates z.B. führt Bursa pastoris als Uterusmittel an, im Mittelalter wird die Droge bes. als Hämostyptikum geschätzt.
Droge: Bursae pastoris herba (syn. Herba Bursae pastoris, Herba Sanguinaria); Hirtentäschelkraut (syn. Beutelschneiderkraut, Blutkraut, Herzelkraut, Säckelkraut, Täschelkraut), die getrockneten, zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile.
Inhaltstoffe: Aminosäuren und Proteine (ca. 32 %), Flavonoide (u.a. Kämpferol, Luteolin, Diosmetin, Quercetin, Rutin, Diosmin), Phenolcarbonsäuren, K- und Ca-Salze, Vitamin C, terpenoide Verbindungen.