"[III.111. - Hirschzunge] - Asplenium scolopendrium (Polypodiaceae) - Hirschzunge
Die Phyllitis [Einige nennen sie Phyllis, Andere Akaulon, wilden Lattich] entwickelt Blätter, aber länglicher und schöner grünend, sechs bis sieben, aufrecht gerichtet, an der Oberseite glatt, an der Unterseite aber, als ob kleine Würmer darauf verteilt wären. Sie wächst an dicht beschatteten Stellen und in Parkanlagen und hat einen zusammenziehenden Geschmack. Sie treibt weder einen Stengel, noch Früchte, noch Blüten. Die Blätter, mit Wein getrunken, sind von guter Wirkung gegen Schlangenbisse. Bei den Vierfüßlern helfen sie, indem sie ins Maul eingegossen werden. Sie werden auch gegen Dysenterie und Durchfall genommen."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)