"Hirtzswam (fehlt in A. A.). Hirschschwamm kann
auf Lycoperdon cervinum bezogen werden; es heisst im Text
"quoniam natura ejus talis est, quod semper frangere solet,
ubi est, et ita quod foetidum est, effringit etc. ", welche Worte auf
das Durchbrechen des Pilzes durch den Boden sich deuten
lassen.
Der Hirschschwamm ist kalt und hart und schädlich für Menschen
und Vieh, weil er keine Heilkräfte in sich hat um Krankheiten
zu heilen. Wenn aber Jemand im höchsten Grade von der Gicht
geplagt wird, so als ob die Glieder gebrochen werden, so nehme er
Hirschschwamm, er vertreibt dann die Gefährlichkeit jener Säfte.
Bei schwangeren Frauen bewirkt der Hirschschwamm leicht unter
Lebensgefahr Abortus.”
(Hildegard von Bingen: Physica (Liber simplicis medicinae), 1150 - 1160)