"[III.18. - Hauhechel] - Ononis [spinosa subsp.] antiquorum (Papilionacea) - Südliche Hauhechel
Die Anonis - Einige nennen sie Ononis - die Zweige sind eine Spanne lang und grösser, strauchig, vielknotig mit vielen Achseln, die Köpfchen sind rund, die Blätter klein und zart, sie ähneln denen der Raute oder des Wiesenklees und sind etwas rauh, (die Blüthen) riechen nicht unangenehm, (Hülsen) sind wie die der Linse. Sie wird eingeaalzen, bevor die Dornen hervorbrechen und schmeckt sehr angenehm. Die Zweige haben spitze, pfriemförmige, harte Dornen. Die Wurzel ist weiss, erwärmend, verdünnend, ihre Rinde mit Wein getrunken, treibt den Harn, zertrümmert den Stein und reisst Wundschorf ringsum auf. In Essigwasser gekocht lindert sie als Mundspülwasser Zahnschmerzen. [Es wird versichert, dass ihre Abkochung Hämorrhoiden heile.]"
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)