"[III.156. - Wilder Hanf] - Althaea cannabina (Malvaceae) - Hanfblättriger Eibisch
Der wilde Hanf - Einge nennen ihn Hydrastina, die Römer Terminalis, treibt Zweige ähnlich denen des Eibisch, aber dunkler und auch rauher und kleiner; er hat die Höhe einer Elle. Die Blätter sind denen des gebauten gleich, aber rauher und dunkler; die Blüthen sind röthlich, denen der Nelke ähnlich. Same und Wurzel sind wie beim Eibisch. Die gekochte Wurzel hat als Umschlag die Kraft, Entzündungen zu lindern, Oedeme zu vertheilen und verhärtete Knochengeschwülste zu erweichen. Auch von diesem eignet sich die Rinde sehr zum Verfertigen von Stricken."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)