Hahnenfuß, Ranunculus, Gattung der Hahnenfußgewächse, mit ca. 850 Arten kosmopolitisch verbreitet. Die Arten haben weiße oder gelbe, radiäre oder zygomorphe Blüten mit der Blütenformel: K5 C5 A ∞ G ∞ und sind häufig Pollenblumen. Aus den Fruchtblättern entwickeln sich meist geschnäbelte einsamige Nüßchen oder Balgfrüchte (Fruchtformen).
In Pioniergesellschaften, auf Äckern, in feuchten Unkrautgesellschaften, an Ufern und in Auwäldern ist der Kriechende Hahnenfuß (Ranunculus repens) kosmopolitisch verbreitet (Bodenzeiger); er hat oberirdische Ausläufer und Grundblätter mit deutlich gestielten Mittellappen. Fast genauso häufig, aber ohne Ausläufer findet man den Wald-Hahnenfuß (Ranunculus nemorosus) in Mischwäldern, Bergwiesen und Magerrasen; sein aufrechter, stark gefurchter Blütenstiel ist zerstreut behaart und trägt fast bis zum Grunde dreigeteilte Blätter.
Auf Wiesen und in Wäldern ist der Scharfe Hahnenfuß oder die Butterblume (Ranunculus acris) mit fast kahlem, mehrblütigem Stengel verbreitet.
Eine weitere Art, Ranunculus ficaria, das Scharbockskraut, wird häufig als Ficaria verna einer eigenen Gattung zugeordnet. Von einigen Arten gibt es Kultursorten (z.B. mit gefüllten Blüten), die als Zierpflanzen gezogen werden.
Alle Hahnenfuß-Arten enthalten den scharfen, Haut und Schleimhaut reizenden Stoff Protoanemonin. Er kann auf der Haut Rötungen, Schwellungen oder Blasen hervorrufen und innerlich zu einer Reizung des Magen-Darm-Trakts mit Koliken und Durchfall sowie zu Nierenentzündung und zentralen Erregungs- bzw. Lähmungserscheinungen führen.
Hahnenfuß-Arten mit einem hohen Protoanemoningehalt, wie der Gift-Hahnenfuß (Ranunculus sceleratus) oder der Scharfe Hahnenfuß (Ranunculus acris), gelten daher als giftig. Ihrem Wirkstoff wird auch eine antibiotische, fungitoxische und vermizide Wirkung zugesprochen.