"[III.114. - Gamander] - Teucrium polium (Labiatae) - Grauer Gamander, Teucrium capitatum (Labiatae) - Grosser, Geruchloser Gamander
Das Polion [Einige nennen es Theuthrion, Andere Pheuxaspidion, Achaimenis, Ebenitia, Melosmon, Belion, Leontocharon; es gibt davon eins, das Bergpolion, welches auch Teuthrion heißt, und im Gebrauch ist. Es ist ein kleiner, zarter, weißer, eine Spanne hoher, vollfrüchtiger Strauch, welcher an der Spitze ein doldenartiges kleines Köpfchen, wie weißes Haar hat mit durchdringendem, dabei angenehmem Geruch. Das andere ist ein größerer Strauch, er hat einen nicht so kräftigen Geruch und eine schwächere Wirkung. Ihre Abkochung hat die Kraft, als Trank den von giftigen Tieren Gebissenen, den Wasser- und Gelbsüchtigen zu helfen, den Milzsüchtigen aber mit Zusatz von Essig. Sie bewirkt aber Kopfschmerzen und ist dem Magen zuwider. Sie befördert den Stuhlgang und die Menstruation. (Der Strauch) als Lager oder zur Räucherung angezündet hält die giftigen Tiere ab; als Umschlag verklebt er Wunden."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)