Rumex dioscoridis (Rumex cristatus)
"Die meisten pharmakologischen Bücher berichten, dass das rohe Opium mit Blättern eines
Ampfers umgeben, in Handel komme. Wallroth entdeckte schon im Jahre 1810 eingestreute Samen,
zog aus denselben den oben beschriebenen Ampfer und versichert, dass die um die Opiumkugeln gelegten
Blätter nicht allein zu jener Ampferart gehören, sondern entlehnte auch aus den Quellen des Alterthums, dass das Gewächs, welches Dioscorides beschrieben, dasselbe gewesen, und wollte daher die Autorität des Dioscorides durch R. Dioscoridis wieder in
Erinnerung bringen. Diese Art ist aber nicht die einzige, welche zu
diesem Zwecke benutzt wird. Herr Apotheker Biltz schreibt uns, dass er einmal aus den mit Opium
ankommenden Samen den R. crispus habe ziehen gesehen, und dass nach Bernhardi aus
dergleichen Samen gewöhnlich R. Patientia , oder doch nur eine unbedeutende Var. desselben, die er
R. Patientia v. Orientalis genannt habe, erzogen werde. ..."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Dreizehnter Band, 1837)