Goldrute, Goldraute, Solidago, Gattung der Korbblütler mit rund 100, überwiegend in Nordamerika heimischen Arten. Ausdauernde, krautige Pflanzen mit bis zum Gesamtblütenstand einfachem Stengel, ungeteilten, wechselständigen Laubblättern und zahlreichen kleinen, goldgelben Köpfchen in endständiger Rispe oder Traube.
In Europa heimisch ist die Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea), eine bis 100 cm hohe Staude mit länglichen, meist gezähnten Blättern und von relativ langen Zungenblüten umgebenen Köpfchen. Erst im Spätsommer und Herbst blühend, wächst sie verbreitet in lichten, krautreichen Laub- und Mischwäldern sowie Heiden und Magerweiden. Als Gartenzierpflanzen, verwildert (hortifuge Pflanzen) oder als Neophyten (Adventivpflanzen) zum Teil völlig in Auenwäldern und Ufergebüschen eingebürgert, wachsen in Mitteleuropa die bis 250 cm hohen nordamerikanischen Arten Solidago canadensis (Kanadische Goldrute, auch Stammform zahlreicher Gartensorten) und die Riesen-Goldrute oder Späte Goldrute (Solidago gigantea = Solidago serotina); ihre zahlreichen, an der Oberseite bogig gekrümmter Äste stehenden Köpfchen haben nur kurze Zungenblüten.
Neben der Gewöhnlichen Goldrute und der Kanadischen Goldrute werden noch zahlreiche, zum Teil niedrig und kompakt wachsende Hybriden in Gärten gezogen. Wegen ihres Gehalts an etherischen Ölen, Gerb- und Bitterstoffen, Saponinen und Flavonoiden wird die Goldrute in der Volksmedizin auch als Heilpflanze (vor allem gegen Blasen- und Nierenentzündung) eingesetzt.