Gelbweiderich, Gilbweiderich, Felberich, Lysimachia, Gattungder Primelgewächse mit über 100 Arten in den gemäßigten Zonen, vor allem in Ostasien (Zentralchina). Stauden, seltener Sträucher, mit ganzrandigen Blättern und radiären Blüten mit glocken- oder radförmiger, meist 5spaltiger Krone. Die Frucht ist eine kugel- oder eiförmige Kapsel.
In Mitteleuropa anzutreffen ist das Pfennigkraut (Lysimachia nummularia), eine niederliegende, wenig verzweigte, weit kriechende Pflanze mit gegenständigen, rundlichen, drüsig punktierten Blättern und blattachselständigen, gelben, innen dunkelrot gepunkteten Blüten. Standorte sind Fettwiesen, Weiden und Gärten, Auenwälder sowie Pioniergesellschaften an Ufern und Gräben.
Ebenfalls in Auenwäldern sowie an Quellen und Gräben, in Moorwiesen und moorigen Staudenfluren wächst der bis ca. 100 cm hohe Gemeine Gelbweiderich (Lysimachia vulgaris), mit langen, eilanzettlichen Blättern und ebenfalls gelben, in endständigen, beblätterten Rispen stehenden Blüten.
Ihm ähnlich ist der aus Europa stammende, als Gartenzierpflanze gezogene und gelegentlich verwilderte Tüpfelstern oder Goldfelberich (Lysimachia punctata). Die beiden letztgenannten Arten gehören in unserer Flora zu den einzigen Vertretern der Ölblumen, die an Stelle von Nektar ein fettes Öl als Nahrung für darauf spezialisierte Bienen der Gattung Macropis (Melittidae) bieten. Eine seltenere Art in Großseggen-Beständen und an den Ufern von Tümpeln und langsam fließenden Gewässern ist der Strauß-Gelbweiderich.