Aconitum anthora
"Ehedem waren in dem Arzneyvorrath von dem Aconitum Anthora die Wurzel und die Blumen,
Radix et Flores Anthorae, aufgenommen. Man hielt die Wurzel, welche von einem nicht unangenehmen
Geruche und einem bitterscharfen, hintennach süßlichen Geschmacke ist, für ein Gegengift
der Thora, woher denn auch das Gewächs seinen Namen erhalten hat, wenn man gleich nicht
weiß, ob die giftige Pflanze, die man für das Aconitum pardalianches Diosc. nahm, Ranunculus
Thora, oder Aconitum Napellus, oder ein andres Gewächs ist.
Nach Linne ist die Wurzel giftig,
wurmtreibend und ausleerend. Sie ist auf jeden Fall nicht ohne Schärfe, und so möchte man
wohl ihre Wirksamkeit als Gegengift des scharfstoffigen Ranunculus Thora bezweifeln können.
Gessner empfahl sie in bösartigen Fiebern und gegen Würmer, Andre haben sie unsicher, ja
sogar gefährlich gefunden."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Zwölfter Band. 1833)