Die ursprüngliche Heimat des Nelkenbaums ist eine vulkanische Inselkette westlich von Neu-Guinea gelegen, wo auch heute noch wilde Gewürznelkenbäume vorkommen. Von dort gelangte er auf die südlich davon gelegenen Inseln Ambon und Seram und wurde allmählich domestiziert. Heute wird der Gewürznelkenbaum als Nutzpflanze in vielen tropischen Ländern kultiviert. Das Artepitheton aromaticum beschreibt den intensiven, aromatischen Geruch der Blätter.
Der immergrüne Nelkenbaum wird 20 m hoch, trägt ledrige, glänzende Blätter und weißlich-rosa Blüten in dreifach dreigabeligen Trugdolden. Die als Gewürz genutzten Blütenknospen sind rötlich-braun, 15 bis 17 cm lang. Der obere Teil ist kopfig und besteht aus den 4 dickfleischigen, dreieckigen Kelchblättern, die vier, zu einem kugeligen Gebilde zusammen geschlossene Kronblätter umschließen. Der untere Teil der Knospe ist ein schmaler, vierkantiger Schaft (botanisch: Receptaculum), in dem der Fruchtknoten mit den zahlreichen Samenanlagen liegt.