"Helleborus orientalis Lam.,
(Helleborus officinalis Sibthorp), morgenländische Nieswurz
(Liliac.) = Helleborus niger Galen. Veratrum
album L., weisser Gerner (Melanthac.) = Helleborus
albus Galen. — Der schwarze, als auch der weisse Helleborus
haben sowohl reinigende als auch wärmende und abtrocknende
Wirkung im 3. Grade. Infolgedessen sind sie gegen Finnen,
Flechten. Krätze und aussatzartige Ausschläge mit Vortheil
verwendbar. Wenn man den schwarzen Helleborus in eine
callöse Fistel steckt, so heilt er diese in 2—3 Tagen.
Als Mundspülwasser in Essig nützt er den Zähnen. Der
schwarze Helleborus schmeckt etwas brennend, der weisse
bitterlich.
Ich versage es mir, auf die Helleborusarten einzugehen
einerseits, weil Galen nur sehr spärliche und ungenaue
Angaben über dieselben macht, andererseits weil Grot, Rinne und Demitsch sie mehr weniger berücksichtigt
haben. In Bezug auf die Wirkung des in Veratr. alb. enthaltenen
Veratroidins verweise ich auf die Dissertation von
E. B. Löwen so hn „Ueber Veratroidin im Vergleich zu
Veratrin“."
(Ludwig Israelson: Die "materia medica" des Klaudios Galenos, 1894)