Synonyme: Accoromba tricolor, Callotropis tricolor, Galega patula, G. persica, G. vulgaris, G. coronilloides;
Geißraute, Bockskraut, Fleckenkraut, Pockenraute, Suchtkraut, Ziegenraute

Historisches: Der Gattungsname soll sich vom griechischen gála (Milch) und ágein (treiben) ableiten und zwar im Hinblick auf die Milchsekretion erhöhende Wirkung, die man der Droge zuschreibt. Der Name Geißklee bezog sich ursprünglich auf Medicago arborea und wurde später auf diese Art übertragen. Trotz ihres Vorkommens im Mittelmeerraum existieren keine Berichte über die Nutzung als Droge im Altertum. Erste Berichte stammen von dem Italiener Petrus de Crescentiis um 1300. Im 16.Jh. wurde die Pflanze bereits in Mitteleuropa in Gärten sowohl als Arzneipflanze als auch als Zier- und Bienenfutterpflanze gezogen. Arzneilich wurde sie damals bes. gegen Pest, Fleckfieber und Pocken eingesetzt.

Drogen: Galegae herba (syn. Herba Galegae, Herba Rutae capriariae); Geißrautenkraut (syn. Geißklee), die getrockneten, während der Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile der Pflanze.
Inhaltstoffe: Guanidin-Derivate (0,4-0,8 %), v.a. Galegin = (3-Methyl-2-butenyl)guanidin vgl. Formel und 4-Hydroxygalegin, Alkaloide (maximal 0,2 %), v.a. (+)-Peganin bzw. Vasicin, Steroide (Phytosterole), Flavonoide (Luteolin, Galuteolin), wenig Allantoin.