"Nur in den wärmeren Ländern Europens kommt die Drachen- oder Schlangenwurzel, Arum Dracunculus L. vor, sie zeichnet sich von der gemeinen durch ihre getheilten Blätter und hohen gefleckten Stengel deutlich aus. Strabo gibt sie in Mauritanien an.
Obgleich die Wurzel eben so scharf und noch schärfer ist, als die des gemeinen Arons, so bemerkt doch Dioscorides dass man sie gekocht und roh esse, ja auf den balearischen Inseln bedienten sich die Einwohner derselben häufig mit Honig in ihren Speisen, was nur dadurch erklärbar wird, wenn man weiß, dass sowohl durch Kochen als durch Trocknen die Pflanze ihre Schärfe verliert.
Die Hippokratiker empfehlen die Wurzel, welche sie auch schlechthin die weiße Wurzel nennen mit Elleboros in der Schwindsucht, und bemerken, dass diese Mischung nicht purgire . Gegen Magerkeit gab man die Wurzel mit Wein , auch mischte man sie zu den Muttertränken und brauchte sie äußerlich mit Honig in Pessarien."
(J.H.Dierbach: Die Arzneimittel des Hippokrates, 1824)