"Nauclea gambir (Uncaria gambir)
"Das aus Ostindien oder Amboina kommende Kino hatte nach A. Todd. Thorason’s Untersuchung
unter den im Handel vorkommenden und sehr von einander abweichenden Sorten noch
die meiste Ähnlichkeit mit einem Kino, welches für echt afrikanisch gehalten wurde. Es ist diesen
Untersuchungen zufolge geruchlos, sehr herbe, anfangs versteckt bitter, lässt aber nachher etwas
Süßliches bemerken. Es kommt in kleinen, gleichförmigen, dunkelbraunen, glänzenden, spröden
Stücken vor, die das Ansehen eines zerbrochenen, trocknen Extracts haben, leicht zerreiblich sind,
und ein hellbraunes Pulver geben. Wasser löst zwey Drittheil davon auf, und giebt eine dunkelbraune,
klare Auflösung, in welcher der unaufgelöst bleibende Theil lange schwebend sich erhält,
wenn von neuem Wasser hinzugesetzt wird. Alkohol löst den größten Theil davon auf, und
bildet eine dunkle Tinctur, von der Farbe des rothen Weines, welche durch Zusatz von Wasser
nicht getrübt wird. Äther nimmt einen Theil davon auf, und giebt eine gelblich rothe Tinctur,
welche, verdunstet, auf dem Wasser kein harziges Häutchen bemerken lässt."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Zehnter Band. 1827)