Gamander m, Teucrium, Gattung der Lippenblütler mit rund 100 in den gemäßigten Zonen, insbesondere im Mittelmeerraum und Vorderasien, beheimateten Arten. In der Regel ausdauernde Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher mit oft stark aromatisch duftenden, ganzrandigen, gekerbten oder fiederlappigen Blättern. Die kleinen Blüten stehen in den Achseln der oberen Blätter und sind in ährigen, traubigen oder kopfigen Blütenständen vereint. Die Oberlippe der Blütenkrone fehlt scheinbar, ist jedoch gespalten und auf die hierdurch 5zipflige Unterlippe herabgedrückt.
Von den 5 in Mitteleuropa vertretenen Teucrium-Arten sind zu erwähnen: Teucrium chamaedrys, der karminrot blühende Edel-Gamander, ein in sonnigen Kalkmagerrasen und lichten Eichen- oder Kiefernwäldern wachsender, Ausläufer treibender Zwergstrauch mit kleinen, eiförmigen, gekerbten, weich behaarten Blättern; Teucrium scorodonia, der ebenfalls in lichten Eichen- und Kiefernwäldern, zudem in Heiden und an Wald- und Wegrändern wachsende Salbei-Gamander (Wald-Gamander) mit in langen, schlanken Ähren stehenden, gelblichen Blüten; Teucrium montanum, der in sonnigen Kalkmagerrasen, an felsigen Hängen und in Schotter- und Steinschuttfluren zu findende, seltene Berg-Gamander mit schmal-lanzettlichen, ledrigen Blättchen und kopfig gehäuft stehenden, weißlichen bis hellgelben Blüten. Verschiedene Arten der Gattung werden in Stein- oder Heidegärten sowie als Beeteinfassung gepflanzt, darunter auch der Edel- und der Salbei-Gamander. Beide Arten wurden früher auch wegen ihres Gehalts an etherischen Ölen, Gerb- und Bitterstoffen als Heilpflanzen verwendet.