Gänsefuß, Chenopodium, Gattung der Gänsefußgewächse, mit über 200 Arten in den warmen und gemäßigten Zonen verbreitet; umfaßt vor allem größere Kräuter und Sträucher mit staminokarpellaten, zu Blütenständen zusammengefaßten Einzelblüten; die Blätter sind oft bemehlt, eine grundständige Rosette ist nicht entwickelt.
Chenopodium album, der Weiße Gänsefuß mit weltweiter Verbreitung in den Unkrautfluren der gemäßigten Zonen, wurde früher bei uns zum Teil als Gemüse, die Samen als Mehlfrucht genutzt; Kulturbegleiter seit der jüngeren Steinzeit.
Chenopodium bonus-henricus, der Gute Heinrich, früher eine beliebte Spinatpflanze, ist heute vor allem im Umkreis bäuerlicher Siedlungen an nährstoffreichen Standorten anzutreffen (in Deutschland bestandsgefährdet).
Chenopodium ambrosioides, das mexikanische Teekraut (Jesuitentee), ist im tropisch-subtropischen Amerika heimisch, aber heute weltweit verschleppt; auch bei uns teilweise in Unkrautfluren; alte Heilpflanze (Früchte als Wurmmittel, Pflanze für Heiltees) in bestimmten Kulturvarietäten.
Chenopodium capitatum, der Ährige Erdbeerspinat, und Chenopodium foliosum, der Echte Erdbeerspinat, wurden früher als Spinatgemüse genutzt, bei uns teilweise heute verwildert.
Chenopodium vulvaria, der Stinkende Gänsefuß, ist eine alte Heilpflanze mediterraner Herkunft (in Deutschland stark bestandsgefährdet).